SABA Freudenstadt 15 M Stereo

 
 
 

 

Das hier abgebildete Radio stammt aus dem Modelljahr 1964/65. Soweit mir bekannt ist, wurden die ersten Geräte der Generation 15 (Freudenstadt 15 und 15 F) noch mit einer bis dahin üblichen Stoffbespannung der Frontlautsprecher gefertigt. Erst im Lauf des Jahres 1965 wurde die Front wie abgebildet verändert. Die geschlitzten Holzflächen waren in den 60er Jahren ein sehr verbreitetes Stilelement, sodaß auch SABA sich dem nicht entziehen konnte.

Dieses Designmerkmal setzte sich noch bis zum Ende der Dekade fort um Anfang der 70er Jahre wieder zu verschwinden. So markiert es gleichzeitig den Wechsel vom Röhren- zum Transistor-Zeitalter, der in der 2. Hälfte der 60er Schritt für Schritt vollzogen wurde. Bei SABA kam dieser Wechsel mit dem Auslauf der (Röhren-) Geräte-Generation 18 des Modelljahres 1967/68.

Eine Besonderheit dieses Gerätes ist die Tatsache, daß Stereo-Rundfunkempfang zu dieser Zeit noch keine Selbstverständlichkeit war, zumindest bei SABA. Daher war die Kundschaft gezwungen, sich als Sonderzubehör einen Stereo-Decoder zu kaufen, um den UKW-Rundfunk in vollem Stereo-Klang geniessen zu können! Der jeweilige Decoder kostete damals ungefähr 70,- DM extra und mußte (bei diesem Gerät) nur auf einen Röhrensockel gesteckt werden. Danach erlebte man (und tut dies noch heute) nach Drücken der Stereo-Taste eine umwerfende Klangverbesserung, die mir unverzüglich die Frage nach dem Sinn der Einführung des digitalen Rundfunks in den Kopf schießen läßt!

Der geneigte Leser dieser Zeilen kann hieraus den richtigen Schluß ziehen, daß das abgebildete Gerät über einen eingebauten Stereo-Decoder verfügt. Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, daß ich das Gerät etwa 1999 bei eBay ersteigert und damals ungefähr 150,- DM bezahlt habe. Leider war der Versender nachlässig mit der Verpackung und durch das große Eigengewicht war das ganze Gehäuse völlig aus dem Leim. Das hat mich damals so geärgert, daß ich es erstmal weggesperrt habe. Erst 2007 habe ich es aus seinem "Dornröschenschlaf" geholt und einem befreundeten Sammlerkollegen zur Instandsetzung gebracht. Wie man sieht hat er in wenigen Wochen alle Gehäuseschäden behoben, sodaß man nichts mehr davon sieht. Von der Technik ganz zu schweigen.

Deshalb an dieser Stelle mal ein ganz herzliches Dankeschön an Dich, Robin!

 

 

 

Stand 01.12.2012